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Dreharbeiten von „Unter der Sonne Satans“ von Maurice Pialat

Die poetische Küste.

Selbst wenn Frau Deneuve Dünkirchen „traurig“ findet, so hat doch die Küste des Nord mehr Personen inspiriert als enttäuscht - wie etwa Yolande Moreau. In dem mit einem César ausgezeichneten Werk „Wenn die Flut kommt“ hält die belgische Regisseurin die ganze Schönheit der Region fest. Der Film zeigt die Sensibilität der Menschen des Nord und deren Hoffnungen trotz der Schwierigkeiten. Über die Dünen fegender Nordwind, tanzende Riesen, in den Himmel wachsender Hopfen: eine Poesie erfüllt den Bildschirm. Vom Film „Dünkirchen, 2. Juni 1940“ bis „La Tête Haute“, Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Cannes, über „Weiße Hochzeit“, der Vanessa Paradis ihren ersten César einbrachte, hat die Nordküste die Künstler aufgrund ihrer Landschaften und natürlich ihrer Traditionen und Bewohner inspiriert.

Benoit Magimel (r.) und Rod Paradot (l.) bei den Dreharbeiten von „La Tête Haute“
  • La Tête Haute von Emmanuelle Bercot wurde in Dünkirchen und Boulogne-sur-mer gedreht.
  • © Luc Roux

Bruno Dumont: der Botschafter von Flandern.

Der aus Bailleul stammende Regisseur Bruno Dumont fängt seine Heimat wie niemand anderes ein. Sein geliebtes Flandern zeigt sich in „Flandern“ (Großer Preis der Jury 2006 in Cannes) unter den Belfrieden und der Kirche von Bailleul. Es zeigt sich auch ganz wie seine Landschaften grün und wiedererwachend. 2009 in Hadewijch präsentiert der Regisseur prachtvolle flämische Panoramas mit der Abtei Mont des Cats als Hintergrund. Andere Landschaft, anderes Ambiente: die Küste. Mit der in Audresselles gedrehten Miniserie „Kindkind“ und seinem nächsten Film „Ma Loute“, der in der Slack-Bucht gedreht wurde, bringt der Regisseur das Publikum dank seiner authentischen, komischen und einnehmenden Figuren zum Lachen. Die Filmografie von Bruno Dumont ist eine Einladung zur Entdeckung von Flandern.

Nahaufnahme des Gesichts von Bruno Dumont, Regisseur von „Ma Loute“
  • Bruno Dumont zeigt Flandern immer aus einem interessanten Blickwinkel
  • © Eric Le Brun - Light Motiv
Licht an, Ton an, Kamera läuft!

Drama und Komödie

Lange Zeit spielten sich im Nord und im Pas-de-Calais Dramen ab, bei denen die Menschen schwierige, dunkle und tragische Etappen des Lebens überwinden mussten. Dieses Bild steht im Gegensatz zur Herzlichkeit der Einwohner, die in den beliebten Komödien gezeigt werden. Zwar erscheint „Willkommen bei den Sch’tis“ von Dany Boon karikaturistisch, doch die Menschen im Nord haben diese Gastfreundlichkeit wirklich. „Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss“ ist ein älterer, aber ebenso amüsanter Film, der den Alltag von 2 gegensätzlichen Familien des Nord - die Groseille und Le Quesnoy - erzählt. Diese Filmkomödie von Etienne Chatillez („Tante Daniele“, „Tanguy - Der Nesthocker“) wurde insbesondere in Roubaix und in Tourcoing gedreht. Neben der Herzlichkeit gehört der Humor zur Seele der Einheimischen.

Kad Merad und Dany Boon lachend mit einem Glas Bier in einem Restaurant
  • Bei den Dreharbeiten zu „Willkommen bei den Sch’tis“ kam es immer wieder zu Lachanfällen.
  • © Pathé Distribution

Erfolgsgeschichten

Neben dem breiten Erfolg der Komödien, deren Handlungen in der Region stattfinden, haben auch andere Filme Publikum und Filmkritiker begeistert. „Blau ist eine warme Farbe“ mit zahlreichen in der Region gedrehten Szenen (im Museum La Piscine in Lille oder auch in Liévin) wurde 2014 in Cannes mit der Goldenen Palme gekrönt. Der Kriminalfilm „Les petits Meurtres d'Agatha Christie“, dessen Handlungen im Nord der 50er Jahre spielen, vereint bei jeder Ausstrahlung mehrere Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm. Selbst die Amerikaner beneiden uns, denn Christopher Nolan (Batman Trilogie, Interstellar) wird seinen nächsten Film zur Operation Dynamo des Zweiten Weltkriegs in Dünkirchen drehen. Bringt das Nord und das Pas-de-Calais den Regisseuren Glück?

Samuel Labarthe und Blandine Bellavoir in „Les petits Meurtres d'Agatha Christie“
  • Der im Ballungsraum Lille gedrehte Kriminalfilm „Les petits meurtres d'Agatha Christie“
  • © G. Scarella