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Innenansicht des Museums mit Fenster auf Tahiti

Matisse, ein Mann des Nordens

Was brachte Henri Matisse, den Sohn eines Saatguthändlers der Picardie, dazu, sich eine Palette flammender Farben vorzustellen? Wie ein roter Faden leitet die regionale Textil-Tradition unaufhörlich seine künstlerische Produktion. Geboren im Jahr 1869 aus einer Weber-Dynastie inspiriert sich der Stoff-Sammler und Entwerfer an den schillernden Motiven seiner Kindheit.
Entdecken Sie auf seinen Spuren seine Geburtsstadt Le Cateau-Cambrésis mit ihrem stolzen Uhrturm. Treten Sie in das Palais ein, das Schmuckkästchen der dritten französischen Kollektion des Künstlers. Er hatte sich von seiner heimatlichen Gegend entfernt und seit 1952 gewünscht, dort ein großes Museum entstehen zu sehen. Dank der Kunst reicht der Ruf des einst völlig unbekannten Le Cambrésis heute über alle Grenzen hinweg.

Le Cateau-Cambrésis, im Hof des Matisse-Museums
  • Le Cateau-Cambrésis, im Hof des Matisse-Museums
  • © Eric LEBRUN - LightMotiv

Chronologischer Weg durch die Werke

Auf zwei Ebenen haben Sie einen chronologischen Weg, um die Etappen zu verstehen, die Matisse zu seiner künstlerischen Reife führten. Die anfangs düstere Palette des "bretonischen Webers" (1895) erstrahle nach und nach durch die Reisen nach Korsika, Collioure, Nizza. Dann kommt 1930 Tahiti. "Eine entscheidende Reise", sagt Patrice Deparpe, der Konservator des Museums. Er macht unzählige Fotos, darunter diese Aussicht aus seinem Hotelzimmer. Ein Blick auf den Hafen und die Vulkane von Moorea... Später brechen seine Erinnerungen hervor. Und es entsteht dieses faszinierende "Fenster auf Tahiti", Meisterwerk der Sammlung, mit "Polynesien, der Himmel".

Ausstellungssaal des Museums Matisse in Le Cateau-Cambrésis
  • Von einem Saal zum anderen zeigt sich die ganze Entwicklung der Malerei von Matisse.
  • © Eric LEBRUN - LightMotiv
Man brauchte einen Palast als Schmuckkästchen für die 3. französische Kollektion des Künstlers

Drei Kollektionen in einem Museum

Zur Architektur des 18. Jh. des Palais Fénéon kamen im Jahr 2002 zwei zeitgenössische Flügel, entworfen von den Architekten Emmanuelle und Laurent Beaucouin. Eine notwendige Vergrößerung, um neue Kollektionen unterzubringen. Die Schenkungen von Auguste Herbin – Meister der geometrischen Abstraktion, ebenfalls aus Le Cambrésis stammend - und von Alice Tériade, der Gattin des berühmten Kunstverlegers, vervollständigen die Matisse-Sammlung. Diese letzte Schenkung bringt dem Museum 39 große Werke der modernen Kunst. (Chagall, Giacometti...) Voller Farben verlassen Sie den Ort mit "Sonne im Bauch", wie Picasso voller Neid über seinen Zeitgenossen sagte...

Fenster des Matisse-Museums in Le Cateau-Cambrésis
  • Herbin verwirklicht die Bewegung Abstraction Création, eine neue künstlerische Richtung.
  • © Eric LEBRUN - LightMotiv
Die Scherenschnitte

2013 schenkt die Familie Matisse dem Museum 443 Scherenschnitt-Elemente. Ein wertvolles Zeugnis seiner künstlerischen Erforschungen und zentrales Thema eines neuen Ausstellungsraumes.

Das Kabinett der Zeichnungen

Prächtiger Saal mit gedämpfter Atmosphäre, in dem sich das ganze Genie des Federstrichs von Matisse entlädt. 64 Zeichnungen und Graphiken, die der Künstler selbst ausgewählt und aufgehängt hat.

Das Esszimmer von Tériade

Als aufgeschlossener Kunstliebhaber empfing der Grieche Tériade seine Künstlerfreunde in Saint-Jean-Cap-Ferrat in einem Esszimmer mit Dekorationen von... Matisse! Es wurde identisch im Museum aufgestellt.

Matisse, Maler und... bewundernder Großvater

Am Ende des Rundgangs blicken Sie im 8. Saal nach oben und entdecken in der Decke die von Matisse gezeichneten Gesichter seiner Enkel. Es ist die Originaldecke eines alten Grandhotels in Nizza!

Innenansicht des Museums mit Fenster auf Tahiti
  • Im Museum findet man die berühmtesten Bilder von Matisse
  • © Eric LEBRUN -LightMotiv

"Fenster nach Tahiti", Hauptwerk

Große, genau begrenzte Farbflächen, Prämissen der Scherenschnitte.