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Gruppe von Karnevalisten beim Karneval von Dunkerque

Die Entstehung des Karnevals von Dunkerque

Der Ursprung des Karnevals von Dunkerque geht bis in die Anfänge des 17. Jahrhunderts zurück. Das erste bekannte offizielle Dokument, in dem das Fest erwähnt ist, stammt vom 16. Januar 1676.
Dunkerque ist damals ein Fischerhafen für Kabeljau in Island. Die gefährlichen Expeditionen dauern sechs Monate. Viele Männer kamen nie zurück. Wegen dieser Gefahr bezahlen die Reeder den Fischern einen Teil ihres Solds bereits vor der Abfahrt. Als Versicherung für die Familien. Sie boten ihnen auch ein Fest ("Foye" genannt), um sich auszutoben vor der langen Seereise. Aus der Foye entstand die "Visschersbende" (flämisch für Fischerbande). Anfangs waren es drei Tage, zwischen Rosenmontag und Aschermittwoch, dem Beginn der Fastenzeit. Die Tradition ist geblieben, es sind die 3 Joyeuses.

Archivbild einer Fischergruppe bei der Visschersbende
  • Fischerbande - mit Cô-Gnac le Tambour Major und der Visschersbende - 1912
  • © Page Facebook - Dunkerque et environs début et milieu du XXe siècle
Jeder bringt sein Temperament, seine Fantasie zum verrückten Ambiente mit und fühlt sich als Garant der Seele von Dunkerque

Und heute? Was wurde aus den 3 Joyeuses?

Ursprünglich fanden alle Feste in einem Gaststätte statt. Nach und nach, gegen Ende des Jahrhunderts, verkleideten sich die Fischer und ihre Familien und zogen in die Straßen der Stadt.
Heute ist es noch genauso leidenschaftlich. Am Karneval teilnehmen ist ein Stolz für die Einwohner von Dunkerque. Zig Tausende kommen zum Fest und feiern übermütig mit der ganzen Stadt. Die "Bandes", die im allgemeinen am Sonntagnachmittag stattfinden, sind ein riesiger Umzug, bei dem jeder die traditionellen Gesänge anstimmt. Jeder bringt sein Temperament, seine Fantasie zum verrückten Ambiente mit und fühlt sich als Garant der Seele von Dunkerque: der "Masquelour" schreitet stolz daher, mit geschwellter Brust, erhobenem Kopf und dem hoch geschwenkten Schirm.

Ein Karnevalist macht Seifenblasen
  • Schminke, Verkleidung, eine Lawine an Farben, das ist der Karneval von Dunkerque!
  • © Sarah ALCALAY
Karnevalisten am Strand von Malo les bains
  • Karnevalisten am Strand von Malo les bains
  • © Sarah ALCALAY

der "Masquelour" schreitet stolz daher, mit geschwellter Brust, erhobenem Kopf und dem hoch geschwenkten Schirm.

Das Lexikon des Karnevals von Dunkerque

Das Lexikon des Karnevals von Dunkerque

Kostüme gehören zum Karneval.
Auch wenn viele Männer sich als Frauen mit Hut, Rock und Strumpfhaltern verkleiden, kann jeder sich verkleiden wie er will

Die Chapelles

"Befreundete Häuser", an denen man Halt macht, um etwas zu trinken oder zu essen. Ideal für einen Halt vor, während oder nach der Bande, oder auch vor dem Ball.

Die Bande

So heißt der Karnevalsumzug. Hinter den Musikern und dem Tambourmajor schreiten die Karnevalisten in engen Reihen und singen die traditionellen Karnevalslieder.

Der Rigodon, Abschluss des Karnevals

Der Höhepunkt des Tages (gegen 19 Uhr), bei dem sich alle am Hauptplatz treffen.
Mit einem höllischen Rhythmus folgt Krach auf Krach, bis alle die "Cantate à Jean Bart" anstimmen, die Hymne, die die Einwohner von Dunkerque Hand in Hand singen, kniend und mit abgenommenem Hut, zu Ehren des tapferen Freibeuters.

Das Lexikon des Karnevals von Dunkerque

Der Rigodon

Der Höhepunkt des Tages (gegen 19 Uhr), bei dem sich alle am Hauptplatz treffen. Mit einem höllischen Rhythmus folgt Krach auf Krach, bis alle die "Cantate à Jean Bart"

Der Chahut

Wenn der Tambourmajor das Zeichen gibt, stimmen die Blechblasinstrumente ein schwungvolles Lied an. Nach den ersten Zeilen schieben und springen Tausende Karnevalisten.