Nordfrankreich Tourismus: Offizielle Website

Sonnige Terrasse des Café „L'écart“ mit jungen Radfahrern

Entdeckung der Altstadt von Lille

Das Kopfsteinpflaster in Nordfrankreich hat zwar das Radrennen Paris-Roubaix geprägt, doch Sie erwartet ein friedlicherer Ausflug in der Altstadt von Lille.  Sie haben die Möglichkeit, die Straßen, kleinen Plätze und Passagen zu entdecken, welche heute den Charme der Stadt ausmachen. Von der Rue Grand Chaussée bis zur Rue de la Monnaie führt die Tour entlang von wunderschönen Gebäuden des 17. und 18. Jh. und namhaften Geschäften.  Zwei wichtige Stopps: vor der Huîtrière, prachtvoller Art-déco-Bau, und vor dem Hospice Comtesse mit der kleinen Insel. Eine der schönsten Ecken von Lille. Lenken Sie in die Rue Pétérinck mit ihren alten Weberhäusern bis zur bezaubernden kleinen Place aux Oignons. Fahren Sie rund um die Kathedrale, die bunten Häuser mit ihrer Holzbrücke sind entzückend.

Terrasse der Schänke „Aux Vieux de La Vieille“, Place aux Oignons in Alt-Lille
  • Die Place aux Oignons in Alt-Lille
  • © Samuel Dhote

Erkunden Sie die kleinen Straßen des Kathedralenviertels: Rue Doudin, Rue Jean Jacques Rousseau, die enge Rue Coquerez … Überqueren Sie dann die Rue Royale mit ihren herrschaftlichen Stadthäusern, um den schönen Vorplatz der Kirche Sainte Catherine zu besichtigen. Die Erinnerung an die alten Kanäle ist noch wach. Das durch die Altstadt fließende Wasser hat deren Architektur geprägt und vielsagende Namen hinterlassen. Nehmen Sie die schmale und wunderschöne Rue de la Halloterie, die kaum erkennbar ist. Fahren Sie weiter entlang der Rue de la Baignerie und biegen Sie dann in die Rue du Quai. Sie sind am Quai du Wault angekommen. Ein einzigartiger Ort, der an das alte Lille erinnert, wo die Lastkähne hier zu Ihren Füßen festmachten. Nur ein paar Pedalumdrehungen und Sie sind an der Zitadelle.

Terrasse in Alt-Lille an der Ecke einer Einkaufsstraße
  • Bei einem Fahrradausflug in Alt-Lille entdeckt man den ganzen Charme des Viertels
  • © Xavier Alphand

Entlang des Wassers rund um die Zitadelle

Die Zitadelle ist ein idealer Ort für eine Tour mit dem Fahrrad. Die Radwege und baumbestandenen Alleen ermöglichen Ihnen eine angenehme Rundfahrt. Es gibt keine bessere Möglichkeit, um die von Vauban konzipierten Wehrbauten und vor allem die herrliche Grünanlage zu entdecken. Nichts vermag die Reiher am Wasser oder die Soayschafe oben auf den Festungsmauern zu stören. Und wenn zwei große Hörner über dem hohen Gras hervorschauen … keine Panik. Ein beeindruckender, aber friedlicher irischer Stier trägt zur natürlichen Pflege der Grünflächen bei. Nicht verpassen: eine Fahrt entlang des Wassers über die schattige Avenue Mathias Delobel.  Überqueren Sie die Brücke und folgen Sie dem Sentier du Bois. Sie erreichen den Quai Géry Legrand und die dort festgemachten Lastkähne.

Blick auf den Park der Zitadelle von Lille mit Spaziergängern und Joggern
  • Die Ruhe im Park der Zitadelle erwartet Sie
  • © Samuel Dhote

Spazierfahrten auf den großen Boulevards

Die von Bäumen gesäumten großen Boulevards versetzen Sie in ein anderes Jahrhundert. Sie entstanden bei der Ausdehnung der Stadt ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. und zeugen von der bürgerlichen Architektur dieser Epoche. Wesentlicher Unterschied zu den Pariser Boulevards: die Vorliebe der Liller für das Ein-/Zweifamilienhaus. Die sich aneinander reihenden Fassaden bezeugen dies. Jede hat ihre eigene Ornamentik. Sie bieten uns heute eine spannende Reise in die Architektur der Belle Epoque.  Die Boulevards bilden eine Art Fünfeck, das eine ideale Strecke zur Besichtigung der Bauwerke und verschiedenen Facetten von Lille darstellt. Alle diese Boulevards verfügen in beiden Richtungen über Radfahrstreifen, die gleichzeitig auch Busspur sind.

Blick von unten auf den Uhrturm des Rathauses von Lille, bei Sonnenschein
  • Der Uhrturm des Rathauses von Lille, der höchste Europas, in der Nähe der großen Boulevards
  • © Rémi Vimont

Radeln Sie entlang des Bd de la Liberté, um im Vorbeifahren die Place de la République und das Kunstmuseum zu bewundern.  Ganz am Ende warten die Porte de Paris und die Rue de Paris mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf (u. a. Belfried, Hospice Gantois, Noble Tour).   In der Ferne der Bd Jean Baptiste Lebas mit Stadtpark. Dem Bd Victor Hugo und dem Bd Montebello folgend, fahren Sie an den Vierteln Wazemmes und Moulins vorbei, die den Geist der einfachen sozialen Milieus bewahrt haben. Die Cité philanthropique, die letzten Courées, die Markthalle uvm. sind ebenfalls sehenswert. Schließlich die Zielgerade, der Bd Vauban und die einmalige katholische Universität. Ein Flair von Oxford oder Poudlard, je nach Wahl.  Letzer Halt kurz vor der Rückkehr zu Zitadelle: der wundervolle Jardin Vauban.

Blick auf die Porte de Paris, imposanter Triumphbogen in der Mitte eines Kreisels
  • Die eindrucksvolle Porte de Paris
  • © Michel Legay

Er wurde 1692 fertiggestellt und ist seit 1875 denkmalgeschützt