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Der Louvre-Lens vor einem drohenden Himmel

Eine unaufdringliche Architektur

Die Architektur des Louvre-Lens ist ein Muster an Bescheidenheit. Keine gekünstelten Formen, sondern reine Fluchtlinien, eine auf sechs Meter begrenzte Deckenhöhe und ein Äußeres aus Aluminium und Glas. Auch die vier Eingänge sind besonders dezent. Das Innere folgt derselben Regel. Bevorzugt wurden große Volumina, große Glasfenster, glatter Beton am Boden und getrennte Bereiche – die Galerie der Zeit ist ein 120 Meter langer und 25 Meter breiter Korridor. Die einzige Rundung findet man in den Kugeln, die den Besuchern als behagliche Bereiche dienen.

Innenansicht des Louvre Lens
  • Der klare Stil schafft angenehme, helle Bereiche
  • © Nord Tourisme

Grün dominiert

Im Louvre-Lens beginnt der Besuch außen. Catherine Mosbach hat sich bei den Umrissen des Museums an den Parks von Le Nôtre im 16. Jh. inspiriert. Man erkennt das große Becken, in dem sich die Mauern des Museum spiegeln, und die zum Umherschlendern geeigneten Wäldchen. Der Landschaftsarchitektin stand ein 20 Hektar großes weißes Blatt zur Verfügung. Darauf entwarf sie 6.000 Bäume, 26.000 Büsche und etwa 7.000 mehrjährige Pflanzen. In der Westecke des Parks findet man einen Wald aus Birken, Eichen und Holunder. Je nach Jahreszeit ändert sich im Louvre-Lens die Landschaft. Kirschbäume und Rosen sind die besten Barometer.

Studentengruppe auf einem Hügel gegenüber dem Louvre Lens
  • Bei einem Besuch der Parks des Louvre Lens kann man das Museum in einem anderen Winkel sehen
  • © Lightmotiv, Sébastien Jarry

Der Equerre d'argent für den Louvre-Lens

Kazuo Sejima und Ryue Nishizawa erstellen mit dem Louvre-Lens eine ihrer bemerkenswertesten Leistungen. Nachdem die beiden Sanaa-Architekten im Jahr 2010 für ihr gesamtes Werk (zeitgenössisches Kunstmuseum New York, Christian Dior-Bau in Tokio) den Pritzker-Preis erhalten hatten, bekamen sie 2013 den Equerre d'argent. Die Trophäe ist der Lohn für ihre Arbeiten an der Umwelt, den Reflexen und der Beherrschung des Lichts im Museum von Lens.

Blick auf den Eingang des Louvre-Lens
  • Das Spiel von Licht und Reflexen ist ein ganz eigenes Werk
  • © Lightmotiv, Jean Miaille

Nähere Informationen

Musée du Louvre-Lens
99 rue Paul Bert
62 300 Lens
Tél. : 03 21 18 62 62
info@louvrelens.fr