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Bruchschokolade weiß, Vollmilch oder feinherb

Die Ursprünge der Schokolade: Delespaul-Havez

1848 ließ sich in der Rue Nationale in Lille eine Schokoladen- und Dragee-Fabrik nieder: „Au Parrain généreux“. Henri-Victor Delespaul und Emilie Havez waren die Ersten, die in Frankreich Schokolade als Tafel herstellten und jedermann zugänglich machten. Nach Verkauf des Unternehmens im Jahr 1893 wurde die Produktion von Lille ins nahe Marcq-en-Baroeul verlegt. Unter ihrem Originalfirmennamen entwickelte die Chocolaterie nun auch andere Produkte (Kekse, Lebkuchen, sogar Nudeln). Es entstand das berühmte Karamelkaubonbon „Carambar“, das bis heute in der Region produziert wird.

Werbeschild der in Lille entstandenen Marke Delespaul-Havez
  • Werbeschild für Delespaul-Havez
  • © Association Firmin Bouisset

Renommierte Chocolatiers

In Nord-Pas de Calais finden Sie viele gute Adressen, um Schokolade zu probieren: Chocolatier Jeanson, seit 1992 in Lens ansässig, bietet Schokolade aus 100 % natürlichen Rohstoffen und entwickelte anlässlich der Bewerbung des Nordfranzösischen Kohlereviers als UNESCO-Welterbestätte eine Schokolade mit Lavendelduft. Weitere Regionalmarken: die Chocolaterie Trogneux in Lille und Arras und die Chocolaterie Beussent-Lachelle mit ihrer traditionellen Bruchschokolade. In Le Touquet begegnet Ihnen schließlich die „Blaue Katze“. Keine Sorge! Das ist keine echte Katze, sondern die 1912 gegründete Chocolaterie „Le Chat Bleu“. Um die 70 schokoladige Variationen bietet die berühmte Manufaktur in ihren Häusern in Lille, Le Touquet, Paris und Quimper.

Große Schokoladenkatzen bei „Le Chat Bleu“
  • Seit 1912 verwöhnt die Chocolaterie „Le Chat Bleu“ Naschkatzen
  • © JD. Hestin

Schokolade und feinstes Gebäck in Harmonie!

Schokolade findet in der Patisserie weite Anwendung, und der Fantasie der Patissiers sind bei der Kreation schokoladiger Leckereien keine Grenzen gesetzt. Wer kennt sie nicht die Spezialitäten aus Nord-Pas de Calais? „Merveilleux“, diese traumhaft luftige, schmelzende Meringe, umhüllt von Schokoladenschlagsahne und feinherben Schokospänen. „Fleur de Lys“ (das Wahrzeichen von Lille: die Lilie), den Tortentraum aus Schokoladenschaum auf baiserüberzogenem Haselnussbiskuit.  Oder „Doigt de Jean Bart“, dieses Kaffeecreme-Mandel-Küchlein, umhüllt von milchiger Valrhona-Kuvertüre, das 1958 von Patissier Jean Vandewalle aus Dunkerque erdacht wurde. Na? Appetit auf ein Dessert?

Doigt de Jean Bart: Kaffeecreme-Mandel-Küchlein in Schokoladenmantel
  • Probieren Sie „Doigt de Jean Bart“ in Dunkerque!
  • © Patisserie Aux doigts de Jean Bart

Belgien ist nicht weit

Die Geburt der belgischen Leonidas-Pralinen

1910 und 1913 präsentierte Léonidas Georges Kestekides seine Produkte auf den Weltausstellungen in Brüssel und Gent. Gold und Bronze gewann er und die Geschichte der Leonidas-Pralinen nahm ihren Anfang.

Jeff de Bruges

Schokolade ist die Leidenschaft des Begründers der Marke (ein Franzose). Am belgischen Standort entstehen Produkte, die belgischen Schmelz mit französischem kakaodominiertem Chic vereinen.

Zubereitungszeit

20 Min.

Schwierigkeit

Mittel

Garzeit

10 Min.

Kosten

Zutaten

Für etwa dreißig Pralinés:  200 g dunkle Schokolade 200 g weiße Schokolade 2 Kaffeelöffel aufgebrühten Landkaffee 5 cl Halbfettsahne 10 g Butter

Zubereitung

  • Dunkle Schokolade auf Raumtemperatur bringen, damit sie keinen weißen Schleier bildet. Dann im Wasserbad auf ca. 50 °C erhitzen, aus dem Wasserbad nehmen und auf ca. 27 °C abkühlen lassen. Butter hinzufügen, wieder ins Wasserbad stellen und auf 30/32 °C erhitzen.
  • Pralinenform mit einem Silikonpinsel mit dunkler Schokolade ausstreichen und für min. 30 Min. in den Kühlschrank stellen.
  • Sahne in einen Topf füllen und erhitzen. Kurz vorm Sieden vom Feuer nehmen, zerkleinerte weiße Schokolade zugeben. Wieder aufs Feuer stellen, weiße Schokolade gut schmelzen lassen. Landkaffee zugeben.
  • Pralinenform aus dem Kühlschrank nehmen, mit Schokoladen-Landkaffee-Mischung füllen und min. 1 Std. lang im Kühlschrank abkühlen lassen.
  • Pralinés entnehmen oder erst mit einer dunklen Schokoladenschicht verschließen.
  • Tipp: Verwenden Sie ein Küchenthermometer. Dann gelingt dieses Rezept ganz sicher.
Die berühmten Schokoladen-Landkaffee-Pralinés
  • Schokoladehappen mit Chicorée
  • © Tourisme Nord-Pas de Calais

Schokoladen-Landkaffee-Praliné