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Valenciennes, die beleuchtete Place d'Armes, in der Abenddämmerung von oben gesehen

Entdeckungen zu Fuß ...

Inmitten der Altstadt erschließen Sie Valenciennes' Flair und verborgenen Schätze am besten bei einem Spaziergang. Beginnen Sie mit Jean-Bernard Métais' Monumentalwerk auf der mit der Place d'Armes: Diese 45 m hohe Nadel steht für den ehemaligen Belfried. In ihr Metall graviert sind 2000 Wörter, die bei den Einwohnern der Stadt zusammengetragen wurden. Gehen Sie weiter zur Touristinfo in einem der im Norden selten gewordenen Holzhäuser aus dem 16. Jh. In Valenciennes gibt es sogar noch drei davon.  Spazieren Sie in aller Ruhe durch die alte Stadt: durch hübsche gepflasterte Straßen, über kleine Plätze im Schatten der Bäume oder durch die Gassen des ehemaligen Beginenhofes.  

Valenciennes, Fassade des Rathauses bei Nacht, beleuchtet, mit Details der Architektur
  • Valenciennes: Rathaus bei Nacht
  • © Pascal Morès

Hier sind die Straßen ein Museum

Besonders ins Auge fällt in Valenciennes die außerordentliche Vielfalt der auf Straßen und Grünanlagen installierten Kunstwerke. Ein Freilichtmuseum, in dem Kulturerbe und zeitgenössisches Schaffen reizvoll zueinander finden. Hier nur ein Auszug ... Machen Sie Halt auf der kleinen Grünfläche, auf der Félix Desruelles' lachende Brunnenfigur wieder in fröhlichem Glanz erstrahlt. Ebenfalls sehenswert: die von Jean-Baptiste Carpeaux erschaffene Fontaine Watteau vor der Kirche Saint-Géry, einer der schönsten Brunnen Frankreichs. Erkunden Sie auch die von prachtvollen Häusern gesäumte Place du Neuf Bourg. Im Zentrum erwartet Sie Henri Deryckes Skulptur „Avant les Livres“. Bevor Sie das Museum der Schönen Künste besuchen, sollten Sie vor Norman Dilxorths monumentalem „1.2.3.4.5“ innehalten. 

Großes orangefarbenes Stahl-Kunstwerk im Park neben dem Palais der Schönen Künste in Valenciennes
  • Valenciennes: Skulpturen im Park neben dem Museum der Schönen Künste
  • © Lightmotiv
Ihre lange Geschichte prägte diese Stadt, die ihren Sinn für Wiedergeburten bewahren konnte.

Wiedereröffnung des Museums der Schönen Künste

Untrennbar mit Valenciennes und der Region Nord-Pas de Calais verbunden, wurde das Museum der Schönen Künste nach umfangreichen Bauarbeiten wiedereröffnet. Im Rahmen der Renovierung entstand in den Skulpturengalerien ein brandneuer Rundgang. Außerdem bereichern neue Werke die dem Sohn der Stadt, Jean-Baptiste Carpeaux, gewidmete Sammlung. Aufseiten der Malerei bestechen Dauerausstellungen mit großen Meistern wie Rubens, Van Dyck, Jordaens und natürlich Watteau.  Der Maler von Valencienne ist Gegenstand der großer Eröffnungsausstellung Rêveries Italiennes (Italienische Träume), die bis Januar 2016 zu sehen war. Erstmals war sein erst kürzlich entdecktes Werk „La Chute d'eau“, der Wasserfall, zu sehen.

Valenciennes - Gesamtansicht von außen des Museums der Schönen Künste, sonnenbeschienene Fassade und blauer, leicht wolkiger Himmel
  • Großes orangefarbenes Stahl-Kunstwerk im Park neben dem Palais der Schönen Künste in Valenciennes
  • © Rémi Vimont

Ein umfangreiches Kulturprogramm

Das Phénix in Valenciennes ist mehr als eine Landesbühne, es ist ein echter europäischer Pol des zeitgenössischen Schaffens. Jährlich erwarten das Publikum Hunderte Programmpunkte in Schauspiel, Zirkus, Tanz und Musik. Das Next Festival und das Filmfestival bilden besondere Highlights. Vom 17. November bis 3. Dezember 2016 sorgt das Next Festival für ein internationales Kunstprogramm der Szene rund um Schauspiel, Tanz und Performance. Auf 15 verschiedenen Kulturbühnen im Norden und in Belgien stehen 30 Shows auf dem Programm. Wie jedes Jahr gaben sich auch beim 5. Filmfestival die Größen der 7. Kunst, z. B. Gérard Darmon oder André Dussolier, in Valenciennes die Klinke in die Hand. Im Wettbewerb laufen üblicherweise Dokumentarfilme, Fiktion und Beiträge für das junge Publikum. 

Valenciennes - Gesamtansicht des Veranstaltungsortes Le Phénix, großes rotes Gebäude in moderner Architektur und geschwungenen Linien
  • Valenciennes - Veranstaltungsort Le Phénix
  • © Pascal Morès

Tour du Saint-Cordon – Prozession mit Tradition

Die „Prozession des heiligen Bandes“ ist eine der letzten 1000 Jahre alten Prozessionen Frankreichs. Am zweiten Sonntag im September wird jährlich die Muttergottesstatue durch Valenciennes getragen. Ursprung ist eine verheerende Pestepidemie im Jahre 1008. Einem Eremiten erschien die Jungfrau Maria und forderte ihn auf, die Bevölkerung in der Nacht vor Mariä Geburt zum Gebet zusammen zu rufen. Am Abend des 7. September erschien sie erneut, umgeben von Engeln. In den Händen hielten sie ein Band, das sie um die Stadtmauer wanden. Die Epidemie hatte sofort ein Ende. Das wundertätige Band verschwand. 1000 Jahre später gedenkt die Stadt noch immer dieses göttlichen Schutzes bei einer Prozession durch die Viertel und Straßen entlang des Verlaufs der einstigen Stadtmauer.

Valenciennes - Prozession Notre Dame du Saint Cordon, die von zwei Engeln umgebene Jungfrau Maria hält in ihren Händen die berühmte Kordel, die um die Stadtmauer gelegt worden sein sollte, um die Pestepidemie einzudämmen
  • Valenciennes - Prozession Notre Dame du Saint Cordon
  • © Lightmotiv

Valenciennes für Leckermäuler!

Denken Sie an Ihre Geschmacksknospen, denn Valenciennes verwöhnt sie in guten Restaurants mit großen Klassikern, wie dem unnachahmlichen „Lucullus“, einem Millefeuille aus Streifen von geräucherter Zunge und Foie gras, das zur Vorspeise gereicht wird. Liebhaber traditioneller Speisen sollten einen „Goyère“ probieren, einen Maroilles-Käsekuchen auf Sand- oder Briocheteig. Süßes ist Ihnen lieber? Probieren doch mal ein Stück „Gâteau Carpeaux“ mit Maronencreme, glasierten Maronen und Macarons.  Nicht zu vergessen auch die „Sotisses de Valenciennes“, die kleinen Schwestern der „Bêtises de Cambrai“, die heute von Konditormeister Philippe Guilbert kreiert werden. 

2 Lucullus-Scheiben auf einem Teller mit einem Schälchen Zwiebel-Confit
  • Lucullus-Scheiben mit Zwiebel-Confit
  • © Lucullus SAS
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