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Die Fassaden der Grand'Place in Arras

Die Plätze in Arras, weltweit einmalige Orte

Ob auf der Grand'Place oder auf der Place des Héros, ein visueller Schock. 155 Häuser, hoch und schmal, auf 345 Säulen, ein langes Arkadenband. Die Fassaden im flämischen Barockstil sind beeindruckend, ebenso das Rathaus und sein Uhrturm.  Erbaut im 15. und 16. Jhdt. in einer Architektur wie Spitzen aus Stein. Steigen Sie zum Uhrturm hoch, aus 75 m Höhe haben Sie einen einmaligen Blick über die Stadt. Sie sind ganz nahe am berühmten Löwen mit der Sonne, dem Symbol Ludwigs XIV., der Arras zum Königreich Frankreich brachte. Gehen Sie auf der hübschen Rue de la Taillerie von einem Platz zum andern.  Boutiquen, Cafés und Restaurants liegen unter den Arkaden. Ein angesagter, abends belebter Ort.

Die Grand Place von Arras abends
  • Die Grand Place abends
  • © Eric LE BRUN

Ein Spaziergang im Viertel der Künste

Gehen wir ins typische Viertel der Künste in Arras. Mitten im Stadtzentrum entdecken auf einigen benachbarten Straßen drei wunderschöne Kulturstätten, Symbole einer engen alten Verbindung zwischen der Stadt Arras und den Künsten. Beginnen wir an der Place du Théâtre und seinem prächtigen Aufführungssaal nach italienischer Art aus dem Jahr 1785. Eine nationale Bühne, die zusammen mit der Pferderennbahn von Douai die neue Kultureinheit des Tandem bildet. Einige Schritte weiter in der Rue Paul Doumer die ehemalige Abtei Saint-Vaast, in der sich heute das Museum der Schönen Künste befindet. Entdecken Sie den außergewöhnlichen Rahmen, der den Besucher umgibt, und Hunderte ausgestellter Werke. Gehen Sie weiter durch die Rue Robespierre, dann kommen Sie zum Geburtshaus des berühmten Revolutionärs. Hier befindet sich heute das interessante Musée des Compagnons.

Fassade des Theaters von Arras, abends
  • Fassade des Theaters von Arras, abends
  • © D.R.

Die Zitadelle von Arras, lebendige Architektur

Die ab 1668 von Vauban entworfene und gezeichnete Zitadelle von Arras blieb bis 2010 mit ihrer militärischen Berufung verbunden. Märtyrer-Ort von 218 Widerstandskämpfern, die in den Gräben der Zitadelle von 1941 bis 1944 erschossen wurden. Steinplatten in den Mauern erinnern an jeden einzelnen dieser Männer. Nachdem sie von der Unesco zum Welterbe erklärt wurde, hätte sie sanft einschlafen können. Dagegen wollte die Stadt Arras sie lebendig erhalten und zu einem bewohnten, animierten dynamischen Ort in der Stadt machen. Es finden nicht nur große kulturelle Events statt, wie das Main Square Festival, oder Sportveranstaltungen wie Triathlon... Aber sie hat ihre Türen für ein großes Wohnprogramm geöffnet. Die ehemaligen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert machen nach und nach Platz für Wohnungen und wunderschön renovierte Gemeinschaftsbereiche. Ein prächtiger Ort direkt daneben, mit seinem typischen Wald, wo man Jogger, Familien und Wanderer auf den vielen gepflegten Wanderwegen antrifft.

Vorplatz der Zitadelle: von den Touristen das ganze Jahr über besucht, annähernd 100.000 Zuschauer beim Main Square
  • Vorplatz der Zitadelle: von den Touristen das ganze Jahr über besucht, annähernd 100.000 Zuschauer beim Main Square
  • © Samuel DHOTE
Zwei Höhepunkte
Weihnachtsmarkt

Trinken Sie einen Glühwein und entdecken Sie einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Region. Chalets, Lichter, das auf die Fassaden der Grand'Place projizierte Große Rad sind märchenhaft.

Eine ganze unterirdische Welt

Unter dem Pflaster von Arras verläuft noch eine Stadt. Entdecken Sie die Boves, die seit dem 10. Jhdt. in die unterirdischen Kreidesteinbrüche gehauenen Galerien.  Eine malerische Reise ins Herz der mittelalterlichen Keller. Dann steigen Sie in mehr als 20 m Tiefe hinunter in den Wellington-Steinbruch, Zeuge eines der unglaublichsten Vorhaben des 1. Weltkriegs. 6 Monate lang, von November 1916 bis April 1917, graben die Alliierten ein Netz an unterirdischen Kasematten für bis zu 24.000 Soldaten. Sie leben dort verborgen.  Tunnels führen die Truppen bis auf nur wenige Meter von der Front. Am Morgen der Offensive kommen Tausende Kämpfer heraus, ein Überraschungseffekt für die feindlichen Linien.

Blick in die unterirdischen Wellington-Steinbrüche, in denen 1917 Soldaten wagen
  • In den Wellington-Steinbrüchen
  • © LightMotiv
Zwei Wege der Erinnerung
Der kanadische Memorialpark Vimy

Ein ergreifender Ort mit Schützengräben und Granatenlöchern. Am Gipfel beherrscht das riesige Monument zum Gedenken an die 66.000 kanadischen jungen Soldaten des 1. Weltkriegs die ganze Ebene.

Arras, eine Stadt, die Lebenskunst pflegt

Arras ist eine lebendige Stadt, in der man die Lebenskunst pflegt. Seit 2004 ist sie mit vier Blumen ausgezeichnet. In den vielen öffentlichen Parks und Grünanlagen kann man an besonders schönen Stellen Ruhe finden. Nichts ist angenehmer, als mindestens einmal hier zu übernachten. Eine unvergleichliche Art, das außerordentliche Ambiente am Abend zu genießen. Flanieren Sie durch die kleinen gepflasterten Straßen auf den Spuren von Verlaine. Entdecken Sie die Lichtspiele auf dem Stein. Essen Sie zu Abend oder trinken Sie ein Glas unter den beleuchteten Arkaden, ein zeitloser Moment. Am Samstagmorgen gehen Sie zum Markt, einem der bekanntesten der Region. Konditoren, Käse-Affineure, örtliche Erzeuger lassen Sie ihre Spezialitäten entdecken: Das berühmte Herz von Arras, stark duftender Weichkäse, Lebkuchenherzen oder kleine Schokoladeratten... und nicht zu vergessen die berühmte Andouillette von Arras.

Pause auf der Terrasse an der Place des Héros
  • Pause auf der Terrasse an der Place des Héros
  • © Cituation et Ensemble