Nordfrankreich Tourismus: Offizielle Website

Ein typisches Haus der "Brouckailler", Bewohner des Marschlands

Das Marschland Audomarois – Saint-Omer

Seit Jahrhunderten leben Generationen von Männern und Frauen von den Wassernetzen dieses riesigen offenen Gartens und seiner fruchtbaren Erde. Das einzige Marschland Frankreichs, das ständig kultiviert wird, eine Insel zwischen Fluss und Meer, eine sensible, empfindliche Landschaft, von der UNESCO anerkannt. Machen Sie einen Besuch mit den Marschlandbooten, Bacoves und Escutes genannt, die vom letzten Bootsbauer des Marschlands immer noch gebaut werden.

Das von der Unesco anerkannte Sumpfland

Welch eine Geschichte! Vor über tausend Jahren zähmten Benediktinermönche dieses Marschland, ein durch den Aa-Kanal mit dem Meer verbundenes grünes Land. Drainiert, trockengelegt, hat sich das 3.730 ha große feindliche Land in ein idyllisches, wildes Wasserlabyrinth verwandelt, das man gut mit dem Boot erkunden kann. Lègres genannte Streifen fruchtbaren Landes mischen sich mit Wasserwegen, die am Stück eine Strecke von 700 km bilden würden. Im Jahr 2008 in die Ramsar-Konvention zur Erhaltung der Feuchtgebiete aufgenommen, erhielt das Marschland im Juni 2013 das Unesco-Siegel "Man and Biosphere".

Die schmalen, von Gräben umsäumten Landstreifen sind bis zu 300 m lang.
  • Die schmalen, von Gräben umsäumten Landstreifen sind bis zu 300 m lang.
  • © Laurent BUT et Jean-Claude SADOINE
Die Wasserwege würden aneinandergereiht eine Länge von 700 km ergeben.

Ein Naturschutzgebiet inmitten eines Parks

Das Marschland erstreckt sich über 15 Gemeinden inmitten des Naturparks der Opale-Kaps und Sümpfe. Naturliebhabern schätzen die Besichtigung des Naturschutzgebietes Romelaëre, einer echten grünen Lunge. Seine hundert Hektar Teiche (aus ehemaligen Torfmooren), Röhricht, feuchten Wiesen und Torfwälder sind durchzogen von Fußwegen auf Pfählen, ideal für Familien. Starten Sie mit allen Sinnen zum Treffen mit geschützten Vogelarten! Diese Arten bevorzugen ein Gebiet einzigartiger Biodiversität und Zuggebiet. Im Observatorium können Sie die Kormorane mit ihren gespenstischen Silhouetten beobachten, die auf den Pfosten eines alten Deichs sitzen. Ein magischer Augenblick, zeitlos, fern vom Lärm der Stadt!

Das Marschland ist eines der großen Feuchtgebiete der Region Nord-Pas de Calais
  • Das Marschland ist eines der großen Feuchtgebiete der Region Nord-Pas de Calais
  • © Christophe DUBOIS

Besichtigung des einzigen noch kultivierten Marschlands Frankreichs

Auf 440 Hektar arbeiten auf dem Marschland etwa dreißig Gemüsegärtner, die etwa 50 verschiedene Gemüse erzeugen (Chicoree, Blumenkohl, Karotten). Mit seinen dreieinhalb Millionen Köpfen pro Jahr bleibt der Blumenkohl das Haupterzeugnis des Marschlands. Sylvain Dewalle, Gemüsegärtner, trägt zum Überleben dieses für das Marschland lebenswichtigen Anbaus bei. Mit der Familie führt er eine Nachkommenschaft an Brouckaillers fort, "deren Ursprung im Dunkeln liegt", erklärt er. Bevor Sie Saint-Omer verlassen, machen Sie bei einem der vielen lokalen Verkäufer entlang der Straße Halt. Oder machen Sie einen Besucht in der überdachten Halle der neuen Maison du Marais. Hier entdecken Sie unter der lokalen Produktion viele frische Erzeugnisse für Ihre Gerichte.

Der Transport von Blumenkohl erfolgt nach der Ernte im Bacôve, dem Traktor des Marschlands.
  • Der Transport von Blumenkohl erfolgt nach der Ernte im Bacôve, dem Traktor des Marschlands.
  • © Pascal MORES