Nordfrankreich Tourismus: Offizielle Website

Die Stände der Aussteller überfluten die Straßen, die Menschenmenge drängt sich
Die Aussteller versuchen, zwei Besucherinnen ein Spielzeug, ein rosa Auto zu verkaufen
  • Die Aussteller haben sich eingerichtet und verkaufen
  • © Office de Tourisme de Lille

Menschenmenge in Lille

Allmählich kommt die Menge und verteilt sich in den Vierteln von Lille, schnell wird das Gedränge zu einem fröhlichen Ambiente. Kilometerweit folgt der Besucher dem Ritual und hört auf die Anpreisungen der Aussteller zum Kauf seiner günstigen Sachen. Es sieht so aus, als lohne es sich!

Die Braderie von Lille ist organisiert

Achtung! Die Zufahrt direkt zur Braderie ist für Fahrzeuge nicht möglich, parken Sie bitte auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen und lassen Sie sich von Transpole problemlos in Ihre Lieblingsviertel bringen. Wer professionelle Antiquitätenhändler schätzt, wählt den Boulevard Jean-Baptiste Lebas, wer eher auf Trödelmärkte steht, wählt das Champ de Mars (mit den lärmenden Karussells), an den Ufern der Deûle und bei der Oper verkaufen Engländer ihr Geschirr. Egal wo Sie gerade sind, eine kleine Pause muss sein mit den üblichen "Moules-Frites", deren leere Schalen sich vor den Restaurants häufen. Seien Sie unbesorgt, der Einwohner von Lille ist zivilisiert. Es geht aber um einen Wettbewerb, denn der höchste Haufen wird belohnt, alte Tradition! 

Stand mit Spiegeln in Sonnenform
  • Stand mit Sonnenspiegeln
  • © Rémi Vimont

Die goldene Regel des guten Sammlers

Er ist davon überzeugt, dass alle Dinge eine Seele haben. Marie ist eine pfiffige "Trödelsammlerin", sie entdeckt seltene und ungewöhnliche Sachen. Mit geübtem Blick läuft sie durch die Auslagen der Aussteller, stöbert und entdeckt in den kleinsten Ecken auf der Suche nach tollen Schnäppchen. Anschließend bastelt oder fummelt sie mit diesen Schätzen, bis sie ein neues Leben bekommen. Sie ist einfallsreich und kann für Sie ein altes Möbelstück auftreiben, das dann nach ihrer Art verändert wird und ein schmuckeres Aussehen bekommt. Hier gibt sie uns einige ihrer Geheimnisse preis ...

Die Sammlerin hat ein Paddel an einem Stand gefunden
  • Schätze finden
  • © Marie-Laurence fauchille
Für mich ist Stöbern ein Spiel, ich stürze mich hinein wie in eine Schatzsuche

Wie man ein guter Sammler wird

Der Sammler ist naturgemäß ein guter Läufer, der auf Unvorhergesehenes achtet. Er hat viel Geduld, läuft viele Kilometer weit ohne Eile, ohne eine genaue Vorstellung. Als neugieriger, intuitiver Abenteurer kann er das Möbelstück, Nippes, ein lustiges Gerät entdecken, das eine Geschichte hat und das er auf seine Art zum Leben erweckt. Er sieht über seinem Zustand und den ursprünglichen Zweck hinweg, er muss daher kreativ und ein Bastler sein. "Bei mir kommt alles vom Flohmarkt, meine Möbel sehen anders aus, gestylt, geschliffen, gewachst, patiniert, lasiert und bisweilen auch neu gestrichen. Zum Spaß zeige ich Ihnen meine Schnurrbart-Tasse, sie soll verhindern, dass der Schnurrbart in den Kaffee hängt, etwas Ulkiges! Für mich ist Stöbern ein Spiel, ich stürze mich hinein wie in eine Schatzsuche.

Eine blaue Tasse für Schnauzbärtige
  • Das lustige Stück: die spezielle Schnurrbart-Tasse
  • © Brigitte Dufour

Wann beginnt die Braderie und was soll man mitnehmen?

"Bei der Braderie in Lille fahre ich zwei oder drei Tage vorher mit dem Fahrrad vorbei, damit ich mich auskenne und einen Überblick bekomme. Ab Freitag gegen Abend durchforste ich und dann geht es los. Ich achte auf gutes Schuhwerk, bequeme Kleidung, einen festen Rucksack und einen kleineren faltbaren für empfindliche Sachen. Eine Taschenlampe für abends und meinen Maßstab im Kopf, denn ich habe einen ausgeprägten Raumsinn. Ein Portemonnaie mit Münzen und Scheinen, es ist das Budget, das ich mir vorher gesetzt habe. Die Kreditkarte, man weiß ja nie, wenn ich auf etwas abfahre und der Versuchung nicht widerstehen kann, Geldautomaten sind ja nie sehr weit entfernt." 

Die Sammlerin begutachtet, der Trödler ist nicht weit weg
  • Die Sammlerin beim Begutachten
  • © Marie-Laurence Fauchille

Was ist der Trick für gutes Verhandeln?

"Die besten Geschäfte macht man, wenn man ohne genaue Vorstellung loszieht. Die goldene Regel ist, ein Klima des Vertrauens zwischen Verkäufer und Käufer herzustellen. Der Aussteller schildert Ihnen die Geschichte, das Abenteuer des begehrten Gegenstands, der in Ihren Augen einmalig wird. Lassen Sie sich nicht zu schnell hinreißen, nehmen Sie sich Zeit, verhandeln Sie vernünftig, sonst laufen Sie Gefahr, nichts zu erreichen. Manchmal kostet es so wenig, dass man nicht handeln muss. Aber stellen Sie Ihre Fragen, daraus entsteht ein angeregter Austausch. Sobald Sie gefeilscht haben, gilt das gegebene Wort! Sie sollten sich schnell entscheiden, eine gute Gelegenheit kommt nicht zweimal."

Vorsicht, Flohmarkt-Stöbern kann zu einem Virus werden!

Verhandlung zwischen Käufer und Verkäufer um den alten Spiegel - sehr aufmerksam
  • Das begehrte Objekt in Ihren Händen!
  • © Rémi Vimont