Nordfrankreich Tourismus: Offizielle Website

Läufer beim Anstieg einer Halde.

Authentisch und wild angemacht

Es gibt nicht nur ein Rennen. Acht, wenn man den Halden-Ausflug mitzählt. 10 km Trimmdich-Ausflug. Der „P’tits Quinquins“ (zwischen 700 und 1200 m) ist für die Jüngsten gedacht. Man muss seine Wadenmuskeln trainieren. Mit den 3 kleinen Kilometern und ohne Steigung macht die „Familiale“ keinem Angst. Erst danach wird es schlimmer. Bei der „Furtive“ muss man zwei Halden hinaufsteigen, bei der „Authentique“ drei und die „Sauvage“ verspricht 25 km Anstrengung durch Buchenhaine und auf Kopfsteinpflaster aus der Römerzeit, erschwert durch den roten Schiefer, der an den Schuhen klebt. Und dann gibt es den Lauf der „Allumés“, der um 20 Uhr beim Klang eines Jagdhorns startet. Man könnte meinen, man sei das Wild. Also läuft man. Schnell...

Läufer an einer Halde, aus der Ferne gesehen
  • Mehrere Kilometer, etwa hundert Meter Höhenunterschied: ein schönes Programm steht bevor
  • © Eric Desaunois

Ein sehr steiler Trail

Eine Stirnlampe, um nicht zu stürzen, eine Pfeife, damit man gefunden wird wenn man sich verirrt, und eine Rettungsdecke, falls es schief geht... Die Cafougnette ist ein Trail mit Grad 7 auf einer Skala bis 10. Einige Vorsichtsmaßnahmen sind vorgeschrieben. Wenn möglich ein Mobiltelefon. Die 250 Teilnehmer starten um 6 Uhr früh zu 59 km 100% Natur durch Wälder, Sümpfe und nicht weniger als 11 Abraumhalden. Das entspricht insgesamt 900 m Höhenunterschied. Die Teilnehmer kommen erschöpft und schlammbedeckt zurück, aber glücklich, dass sie eine verdammt harte Strecke geschafft haben.

Erschöpfte Läufer beim Anstieg einer Abraumhalde
  • Ihre besten Verbündeten für diesen Lauf sind Mut und ein gutes Paar Turnschuhe
  • © Yves-Marie Quemener

Durch die grüne Lunge der Region

Der regionale Naturpark Scarpe Escaut ist der älteste Frankreichs. Er gehört zum europäischen Netz Natura 2000 und liegt am Rand Belgiens mit den Wäldern Raismes, Saint-Amand und Wallers. Die Course des terrils führt sozusagen mitten durch eine üppige Natur aus 5000 Hektar Eichen, Hainbuchen und Föhren. Die Föhren wurden 1918 von den Deutschen als Kriegsentschädigung gepflanzt. Diese grüne Lunge hat noch einige Überreste aus der Bergbauzeit. Die beiden Sabatier-Abraumhalden, über die die meisten Strecken führen, bieten eine atemberaubende Aussicht, atemberaubend auch für die Teilnehmer!

Blick vom Raismes-Wald auf eine Abraumhalde bei Sonnenaufgang
  • Die Raismes-Wälder sind echte Oasen des Friedens
  • © Samuel Dhote